Erste Veröffentlichung 31.10.2018

Du möchtest digitale Produkte und Dienstleistungen online verkaufen. Amazon & Co. haben die Messlatte für den Einkaufskomfort im Internet recht hoch gelegt. Demzufolge streben auch wir als kleinere Anbieter danach, diesen Standard aufrecht zu erhalten. Doch es geht auch anders.

Einfache Möglichkeit online zu verkaufen

Bevor du dich mit technisch komplizierten Abläufen beschäftigst, nutzt du einfach ein Kontaktformular um dein Produkt/ deine Dienstleistung online zu verkaufen. Im Formular fragst du die für dich notwendigen Informationen ab, um eine korrekte Rechnung ausstellen zu können. Zusätzlich fügst du zwei Kontrollkästchen für die Zustimmung zu den AGB und der Kenntnisnahme der Widerrufsbelehrung ein und beschriftest den Button zum Absenden mit dem Text „Jetzt kaufen“.  Die Texte für die AGB und die Widerrufsbelehrung kannst Du z.B. durch ein Abo beim Händlerbund erwerben.

Wichtig finde ich auch, direkt über dem Formular genau zu erklären, wie der weitere Ablauf des online Einkaufs  für den Kunden ist. „Du bekommst innerhalb der nächsten 24 Stunden eine Rechnung per E-Mail gesendet, die Du dann per Überweisung begleichst. Sofort nach Eingang des Betrages erhältst Du …“. Diese Informationen beugen falschen Erwartungen vor, z.B. dass der Einkauf automatisiert wie bei Amazon abläuft. Du informierst darüber, dass einige Zeit vergeht, bis der Kunde sein Produkt nutzen kann.

Nutze Bezahlanbieter, um online zu verkaufen

Wenn du schon mehr Kunden hast und nicht jeden Zahlungseingang von Hand überprüfen möchtest, kannst Du auch sogenannte Bezahlanbieter verwenden. Hier einige Beispiele.

PayPal

Möchtest du zunächst nur wenige Produkte online verkaufen, bietet sich der PayPal-Button als einfache Möglichkeit an. Ein Klick auf den Button startet den Bestell- und Zahlungsvorgang via PayPal. Du benötigst ein PayPal-Konto und für jedes Produkt einen eigenen Button. Im Admin-Bereich von PayPal trägst du Produktname und -beschreibung, Preis und den Mehrwertsteuer-Satz ein. Aus diesen Informationen erstellt Paypal einen Codeschnipsel, den du kopierst und in deine Website einfügst. Der Kunde kann bezahlen, wie er möchte, mit Überweisung, Kreditkarte oder PayPal oder auch ohne eigenes PayPal-Konto.

Diese Funktion ist für Dich jedoch nicht kostenlos. PayPal zieht vom Kaufbetrag im Moment maximal 2,49% + 0,35 € ab. Bitte beachte, dass es bei PayPal unter bestimmte Bedingungen eine verzögerte Auszahlung gibt. Dabei bleibt das Geld max. 21 Tage auf Deinem PayPal-Konto festgeschrieben, ohne dass du darauf zugreifen kannst. Das Geld gibt PayPal frei, wenn die Stornofristen für Dein Produkt abgelaufen sind. Eine Rechnung musst du selbst erstellen.

https://www.paypal.com/

Digistore24 – das Reseller-Modell

Dieser Anbieter wirbt damit, eine Online-Business-Komplettlösung zu bieten. Das bedeutet, Du meldest dich kostenlos bei Digistore an, legst ein Produkt an – mit Beschreibung, Preis, Lieferfristen usw. Mit wenigen Klicks erhältst Du ein fertiges Verkaufsformular mit verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten: verschiede Zahlungsanbieter, Einmalzahlung, Ratenzahlung, Abonnement usw.
Du musst dich um nichts kümmern. Digistore schreibt für dich Rechnungen, liefert die AGB und Widerrufsbelehrung,  übernimmt das Inkasso bei Zahlungsausfall, die Abbuchung von regelmäßigen Zahlungen, Rückabwicklung von Verkäufen usw.

Dafür arbeitet Digistore24 mit dem Reseller-Modell und tritt als Wiederverkäufer deines Produktes auf. Du erhältst am Monatsende eine Beteiligung ausgezahlt, also deinen Verkaufspreis abzüglich einer Verkaufsprovision von 7,9% + 1€ pro Verkauf.  Dafür übernimmt Digistore24 bei elektronischen Produkten wie E-Books und Online-Kursen auch gleichzeitig die Auslieferung des Produktes. Es gibt Schnittstellen zu verschiedenen Anbietern, z.B. zum WordPress-Mitglieder-Plugin Digimember. Ein Käufer erhält durch eine Verknüpfung automatisch Zugangsdaten zum Online-Kurs auf deiner Website. Digimemeber ist ein Mitglieder-Plugin für WordPress und du kannst es für einen Kurs kostenlos testen. Ab dem 2. Kurs kostet es ca. 249€ pro Jahr.

Nachdem du dein Produkt einmal angelegt und mit Digistore24 verknüpft hast, läuft der Verkauf und die Lieferung automatisch. Das Geld für die online verkauften Produkte erhältst du spätestens nach Ablauf der Rückgabefristen.

Wenn du Partner findest, die deine digitalen Produkte und Dienstleistungen für dich online verkaufen, unterstützt dich Digistore24 bei der Auswahl deiner Partner. Die Affiliate-Provisionen können automatisch über Digistore24 abgerechnet werden.

https://www.digistore24.com/

ELOPAGE – der Full-Service-Anbieter

Auch hier musst du dich nicht um die technischen Voraussetzungen für den Verkauf kümmern, die Rechnungen werden für dich erstellt und die Zahlungsanbieter sind schon vorhanden.

Zusatzleistung: Hosting deines Online Kurses

Möchtest du deine digitalen Produkte und Dienstleistungen online verkaufen und suchst zusätzlich die Möglichkeit, deine Produkte zu speichern und auszuliefern, ist ELOPAGE vielleicht das Richtige.

ELOPAGE liefert gegen eine monatliche Gebühr gleich die Plattform für die Erstellung und Auslieferung eines Online-Kurses mit. Du kannst Kurse erstellen und die Inhalte auf der Plattform ablegen. Auch hier gibst du zu jedem Produkt eine Beschreibung an sowie den Verkaufspreis. Dafür bekommst dann ein automatisch erstelltes Verkaufsformular mit verschiedenen Zahlungsanbietern und Zahlungsarten. Da die Inhalte des Kurses auch auf ELOPAGE gespeichert sind, erhält der Käufer sofort Zugriff auf seine Einkäufe, weil die Verknüpfung zur deinem Online-Kurs schon integriert ist. Das heißt weniger Arbeit für dich.

Digitale Produkte und Dienstleistungen online verkaufen – ohne Hosting

Außerdem kannst du Produkte, die nicht auf  ELOPAGE gespeichert sind, online verkaufen, z.B. Coachings oder Webinare. Dafür legst Du nur das Produkt und die Verkaufsseite an. Folgende Produkte kannst Du über ELOPAGE verkaufen:

  • Online-Kurse, Video-Kurse, Akademien, Schulungsbereiche
  • Online Kongresse, E-Tickets, Events, Webinare
  • Abonnements, Mitgliedschaften, Communities
  • eBooks, Formulare, Checklisten, Anleitungen, Gutscheine
  • Apps, Software, Vorlagen
  • Medien, Hörbücher
  • Service, Dienstleistungen

Wahlweise buchst du dir die AGB, Widerrufsbestimmungen und Datenschutzerklärung bei ELOPAGE einfach dazu. Wie bei den anderen Bezahlanbietern werden dir auch von ELOPAGE 3,9% + 0,25€ vom Verkaufspreis abgezogen. Je nach dem, welches Paket du für das Hosting deiner Produkte gebucht hast, kommt hier eine monatliche Grundgebühr zwischen 0,00 und 279,00€ pro Monat hinzu.

Auch ein Affiliate-Programm für Verkäufer deiner Produkte bietet ELOPAGE an.

https://elopage.com/

Selbstgehostete Plattformen mit WordPress

Möchtest du dich von den anderen Plattformen abheben oder deine Funktionen und das Layout selbst bestimmen, ist vielleicht eine Verkaufs Plattform auf Basis einer WordPress Website die richtige Lösung für dich.

Viele Selbstständige benutzen bereits WordPress für die Bearbeitung Ihrer Website. Mit einigen nützlichen Plugins kann man dieser Website zusätzliche Funktionalitäten hinzufügen. Das sind zum Beispiel ein Shopsystem mit WooCommerce oder eine Lernplattform mit LearnDash oder WP Courseware.

Hierzu ist es jedoch notwendig, sich intensiv mit den Plugins zu beschäftigen, bzw. sich einen Partner, der die technische Seite der Plattform überwacht.

WooCommerce

WooCommerce ist ein kostenfreies Plugin für WordPress, mit dem man ein komplettes Shopsystem einrichten kann. Dabei sind automatisierte Bestellfunktionen, Zahlungsanbieter, Bestellverwaltung für Kunden usw. integriert. Für die Nutzung dieses Plugins in Deutschland ist ein weiteres, diesmal kostenpflichtiges Plugin notwendig, welches eine Anpassung des Shopsystems für den deutschen Markt vornimmt. Dies sind zum Beispiel „German Market“ oder auch „WooCommerce Germanized“, die eine spezielle Beschriftung des „Kaufen“-Buttons ermöglichen oder die explizite Zustimmung zu den allgemeinen Versand- und Widerrufsbedingungen erfordern. Weiterhin können zusätzliche steuerrechtliche Anforderungen erfüllt werden.

Learning Management Systeme

ist dein Ziel, eigene Onlinekurse zu verkaufen, ist es sinnvoll WooCommerce um einen Mitgliederbereich oder sogar ein LMS zu erweitern. Hierzu stehen im Markt verschiedene kostenpflichtige Plugins zur Verfügung, die die Organisation und die Abwicklung der Lerneinheiten übernehmen. Das Shopsystem sorgt für einen reibungslosen Verkauf und die Zuordnung der Benutzer zu den entsprechenden Kursen aus dem E-Learning Management System.

Fazit

Das Angebot an Plattformen, die dich unterstützen, digitale Produkte und Dienstleistungen online zu verkaufen, ist vielfältig. Für dich ist es jetzt notwendig zu entscheiden, welche digitalen Produkte und Dienstleistungen du online verkaufen möchtest und welches Werkzeug Dir am angenehmsten ist. Lege Dir jeweils einen kostenlosen Zugang an und schaue, womit du am besten arbeiten kannst.

Halte die Technik einfach und baue dann schrittweise die Verkaufsautomatisierung mit einem der Anbieter aus.

Hast du Zeit und Lust dir ein eigenes System aufzubauen, in dem du die Regeln selbst bestimmen kannst, dann ist WordPress mit Woocommerce und vielleicht in Verbindung mit einem Learning Management System die richtige Lösung für dich. Unterschätze hierbei jedoch nicht den Aufwand und die Kosten die dir trotzdem entstehen können, weil die Plugins mit den richtig schicken Funktionen meist jährlich wiederkehrende Kosten verursachen und sich schnell aufsummieren.

 

 

 

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